Aufstiegsträume bleiben unerfüllt

veröffentlicht um 14.02.2011, 03:33 von Felix Mayer   [ aktualisiert 18.08.2011, 06:29 von Maximilian Müller ]
SV Prinz Eugen und TSV Vaterstetten siegen in Riemerling

Schwimmer sind Einzelsportler und nicht nur die Leinen zwischen den Bahnen, machen dies bei den Wettkämpfen deutlich. Allerdings lebt auch der Schwimmer vom Teamgeist, denn im Training teilen sich bis zu 10 Schwimmer eine Bahn und man ist somit ein enges Miteinander gewohnt. Besonders bei der DMS ist das Miteinander sehr wichtig, denn der beliebte Mannschaftswettkampf fordert viel von den Einzelsportlern, denn alle olympische Strecken (je 50, 100 und 200m Schmetterling, Rücken, Brust und Freistil, sowie 400m und 800m/1500m Freistil und 200m und 400m Lagen) müssen pro Durchgang und Team geschwommen werden, die Zeiten werden in Punkte umgerechnet, jeder Schwimmer darf max. fünfmal antreten und es zwei Durchgängen werden geschwommen. Die Schwimmer werden so eingeteilt, dass am Ende, zumindest rechnerisch, die höchste Punktzahl für das Team erzielt werden kann. So kann es sein, dass ein Schwimmer Strecken für das Team schwimmen muss, die nicht zu seinen Favoriten zählen, aber das Team profitiert in der Summe aller Schwimmer dann davon. Nachdem sich in den letzten zwei Jahren, vor allem bei den Mädchen, bei den Fürstenfeldbrucker Wasserratten national beachtete Schwimmerinnen entwickeln konnten, waren die Hoffnungen auf einen erfolgreichen DMS Auftritt sehr groß, wobei man vor allem in der Bezirksliga nie weiß, welche Schwimmer bei der Konkurrenz an den Start gehen, denn immer wieder geht der ein oder andere Altstar für sein DMS Team gerne an den Start.

„Das war leider nix! Leider haben zu viele Schwimmerinnen heute nicht ihren besten Tag gehabt und konnte ihr Leistungsvermögen nicht abrufen“, so ein sichtlich enttäuschter Mannschaftsführer Stefan Sponer, der zwar mit einzelnen Leistungen sehr zufrieden war, aber bei der DMS zählt in erster Linie das Mannschaftsergebnis. Deutlich hinter der überragenden Mannschaft vom TSV Vaterstetten belegte die ersten DMS Mannschaft des SV FW einen fünften Platz und die zweiten Mannschaft den neunten Platz. Bei den Herren waren die Erwartungshaltungen im Vorfeld deutlich niedriger und mit Rang 7 hinter einer überragenden Mannschaft vom SC Prinz Eugen München war man im Rahmen der Möglichkeiten.

Herausragenden Schwimmerinnen waren einmal mehr Sinja Obermair (1999) und Patricia Mayer (1998). Sinja konnte mit 2418 Punkte am meisten Punkte für das Team erschwimmen und erzielte in 2:19,95 min über 200m Freistil die bundesweite Jahresjahrgangsbestzeit, sowie über 100m und 200m Schmetterling die zweitbesten Zeiten und über 800m Freistil die viertbeste Zeit im bundesweiten Jahrgangsvergleich! Pici Mayer, die sich im behutsamen Wiederaufbau, nach einer kräftezehrenden Viruserkrankung, konnte über 200m Freistil in 2:21,70min und 50m Rücken in 0:34,46 min bundesweit Top 20 Platzierungen in der Jahresjahrgangsbestenliste belegen und insgesamt 2402 Punkte sammeln.

Das Nesthäkchen im Team war Marie Neubauer (2000), die vor allem über 400m Lagen in 6:00,89 min und Rang 2 in der bundesweiten Jahresjahrgangsbestleistung überzeugen konnte.

Insgesamt wurden 36 neuen persönlichen Bestzeiten geschwommen werden.

Nachfolgend die Leistungen der einzelnen Schwimmer, in der teilweisen kritischen Betrachtung durch den Mannschaftsführer:

Mannschaft Damen – TEAM 1 –

SINJA OBERMAIR (1999)
2418 Punkte, 5 Starts, 4 persönliche Bestzeiten und eine überragende Einstellung. Wenn Sinja schwimmt, dann sieht man, dass sie bei jedem Zug laut JA sagt und wirklich in jeden Zug ihre Energie, ihr Herz und ihr ungewöhnliches Gefühl für Wasser legt. SWIMMING SPEED-O-HOLIC … das passt zu Sinja 100%ig!

PATRICA MAYER (1998)
2402 Punkte, 5 Starts, 1 persönliche Bestzeit und eine sehr gesunde Einschätzung ihrer persönlichen aktuellen Leistungsfähigkeit. Pici ist unheimlich reif für ihr Alter und akzeptiert herausragend, dass sie aktuell noch nicht ihre maximale Leistungsfähigkeit zur Verfügung hat. In wenigen Wochen wird Pici wieder in Vollbesitz ihrer Kräfte sein und entsprechende Leistungen abrufen können.

JUDITH KRAMER (1995)

2225 Punkte, 5 Starts, 1 persönliche Bestzeit und trotzdem ein durchwachsener Tag. Einmal mehr konnte Judith ihre Trainingsleistungen nur bedingt bestätigen und vor allem über 400m Freistil schwamm sie weit unter ihren Möglichkeiten.

SABRINA MAYR (1994)
2082 Punkte, 5 Starts und einmal mehr eine sehr gute Einstellung. Sabs kämpft mit der letzten Bahn, da sie die erste Hälfte der Rennen sehr gut schwimmt, aber leider in der zweiten Rennhälfte meist einiges an Zeit verliert. Auch bei Sabs stimmt die Trainingsleistung und die geschwommenen Zeiten waren ansprechend.

LENA WEIß (1997)
1815 Punkte, 4 Starts und eine etwas unglücklicher Tag. Der Frühstart über 50m Schmetterling verdarb ihr nicht nur diese Strecke sondern auch die Einstellung zu den anderen Strecken. Lena durfte über ihre Topstrecken starten und sammelte somit viele Punkte pro Start für das Team.

DANIELA STERR (1994)
1751 Punkte, 4 Starts und sehr durchwachsene Leistungen. Dani schwimmt aktuell weit hinter ihren Möglichkeiten, was viel Verständnis beim Trainer aber auch von ihr persönlich einfordert.

FRANZISKA MÜLLER (1999)
888 Punkte, 2 Starts und eine persönliche Bestzeit. Franzi belegt über 50m Brust in 00:39,42min den 11ten Platz in der bundesweiten Jahresjahrgangsbestenliste.

MARIE NEUBAUER (2000)
822 Punkte, 2 Starts und 1 persönliche Bestzeit. 6:00,89 min über 400m Lagen sind herausragend und Rang 2 und 1:27,89 min über 100m Brust bedeuten Rang 5 in der bundesweiten Rangliste.

Leider konnte das geplante Ziel von knapp 15 000 Punkte nicht erreicht werden.

Mannschaft Damen – TEAM 2 –

MONA WEIß (1999)
2173 Punkte, 5 Starts, 4 persönliche Bestzeiten und Rang 25 in der bundesweiten Jahresjahrgangsbestenliste über 200m Rücken. Wenn Mona auch noch anfängt ordentliche Wenden zu machen, dann wird es richtig schnell!

MARTINA BAUMERT (1995)
2045 Punkte, 5 Starts, 4 persönliche Bestzeiten und mit noch mehr Selbstvertrauen ist da noch viel mehr drin. Schwimmtechnisch hat Martina immer noch viel Luft nach oben, aber eine deutliche Steigerung ist unübersehbar.

ANDREA FRICK (1993)
1719 Punkte, 5 Starts, 5 persönliche Bestzeiten und eine vorbildliche Einstellung. Andi entwickelt sich unglaublich, wenn man berücksichtigt, dass sie erst das 3te Jahr wettkampfmäßig trainiert. Äußerst respektabel sind die 6:21,25min über 400m Lagen.

MONIKA CMARITS (1993)
1606 Punkte, 5 Starts, 2 persönliche Bestzeiten und trotzdem ein durchwachsener Tag. Warum saugt FRAU nicht die positiven Momente auf, damit alles etwas leichter fällt?

JULE BRÜCKNER (1995)
1534 Punkte, 5 Starts, 5 persönliche Bestzeiten und die heimliche Heldin des Teams. Jule sprang für Alena über 100m Brust ein und für Moni über 200m Schmetterling, statt 50m R und F zu schwimmen … Vielen Dank Jule, das ist wahrer Teamgeist!

ALENA HOBERLAND (1995)
1252 Punkte, 4 (bzw. 5) Starts, 1 persönliche Bestzeit und das persönliche Marathonprogramm. Warum macht FRAU Wenden mit einer Hand, damit FRAU nochmals 400m Lagen schwimmen muss. Obwohl Alena nach den ersten 400m Lagen bereits mehr als platt war, schwamm sie ca. eine halbe Stunde danach wieder die Strecke und war sogar einen Tick besser, als beim ersten Start. Muss MANN dies verstehen? Wahrscheinlich nicht, aber MANN hat Respekt davor!

NATALIE FREUND (1997)
836 Punkte, 3 Starts und etwas zu viel Hektik um sie rum. So wurde nach Alenas Disqualifikation über 400m Lagen das Team mehrmals umgebaut und Natalie musste sich immer neu einstellen, was sie mit ihrer ruhigen Art sehr souverän nahm. Klasse!


Das errechnete Punkteziel wurde nur knapp verpasst und das Team schwamm im Rahmen seiner Möglichkeiten!

Mannschaft Herren

MAXI MÜLLER (1990)
2322 Punkte, 5 Starts und ….! Max hat mit viel Mühe im Vorfeld die Teams zusammengestellt und immer wieder neu berechnen müssen, was ihm offensichtlich zu viel Kraft geraubt hat. Die Badehose, die er zum Geburtstag bekommen hatte, sollte ihn davon abhalten ein DICKER zu werden! Aber auch Max, muss ein wenig trainieren, damit er so schnell wieder schwimmen wird, wie es Maxi einst konnte!

FELIX MAYER (1995)
2236 Punkte, 5 Starts, 2 Bestzeiten und 2 wirklich schlechte Starts. Aber wenn MANN nicht dem „Chef“ glaubt und den Hinweis „erhole Dich mal am Samstag“ mit einem Wasserballspiel in der bayerischen Oberliga beantwortet, dann wundert sich vielleicht MANN, aber der Chef schüttelt nur den Kopf!

PHILIPP TOMAC (1993)
2134 Punkte, 5 Starts und sogar eine Bestzeit. Fips, der sich – DANKESWERTERWEISE – für einen Start im DMS Team breitschlagen hat lassen, konnte über 50m Rücken eine persönliche Bestzeit schwimmen und das trotzdem schmaler Badehose und deutlich stabilerer Hüfte!

DANIEL MÜLLER (1994)
1917 Punkte, 5 Starts und eine persönliche Bestzeit. Daniel schwimmt halt einfach nur mit und die Einstellung stimmt momentan nicht. Schade, denn genug Kraft wäre ja da!

NIKLAS BIESOLD (1997)
1327 Punkte, 5 Starts und 5 tolle persönliche Bestzeiten. Der Marathonmann des Teams mit insgesamt 2700 Wettkampfmeter. Einfach nur superklasse geschwommen und ein echter Teamschwimmer!

KEVIN FREUND (1993)
1125 Punkte, 3 Starts, aber trotzdem lobenswert. Mit einer schweren Bänderverletzung im Knöchel eigentlich nicht schwimmtauglich, quälte sich Kevin über die Bruststrecken und verschonte somit ältere Herrschaften vor einem DMS Start!

VINCENT SPONER (1997)
1000 Punkte, 4 Starts und 3 sehr ordentliche persönliche Bestzeiten. Technisch sehr gute 400m Freistil, kämpferisch überzeugende 1500m F und schnelle 200m Rücken sind die gute Bilanz von Vinc!

Auf Grund der Ausfälle von Timo Briem und auch Stefan Sponer und der Absagen von Marco Briem, Dominik Köppl, Timon Rückel, Fabio Burggraf sowie der Verletzung von Kevin war nicht viel mehr drin. 12061 Punkte sind hoffentlich ein nicht wiederkehrender Tiefpunkt.


Herzlichen DANK an unserer Kampfrichter Susanne Mayr, Peter Mayer und Richard Biesold!
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