Anstrengender Sonntag

veröffentlicht um 19.06.2013, 06:36 von Felix Mayer
Die Fürstenfeldbrucker Wasserballer haben bei dem Turnier um den Bayerischen Wasserballpokal den dritten Platz erreicht. Es siegte die zweite Mannschaft von Erstligist SV Weiden, vor dem 1. FC Nürnberg Schwimmen. Vierter wurde Delfin Ingolstadt, vor der außer Konkurrenz teilnehmenden Mannschaft der Münchner Universitäten. 

Erstmals wurde der Pokal in Turnierform und an einem Tag ausgespielt. Für die Mannschaften bedeutete das: gleich vier Partien an einem Tag – freilich mit etwas verkürzter Spielzeit. „Es war trotzdem ein ziemlich anstrengender Tag, aber wir sind mit unserem Abschneiden insgesamt recht zufrieden“, sagt Center Clemens Satzger. Nach Niederlagen gegen den späteren Sieger Weiden, mit 6:11 (1:2, 1:5, 2:2, 2:2), und Nürnberg, mit 3:14 (2:3, 0:4, 1:3, 0:4) siegten die Brucker gegen Uni München mit 11:1 (5:0, 2:0, 1:0, 3:1) und Ingolstadt mit 6:4 (2:0, 1:0, 2:2, 1:2).

„Dass wir gegen Weiden und Nürnberg nichts holen können, war uns im Grunde schon vor den Spielen klar“, sagt Trainer Fabian Kautz. Weiden II ist die Nachwuchsmannschaft des Erstligisten. „Die sind technisch, taktisch und auch schwimmerisch auf einem ganz anderen Niveau“, sagt Satzger. Kein Wunder, bei fünf Trainingseinheiten pro Woche. Mit der 6:11-Niederlage kann Kautz deswegen gut leben. „Außer dem zweiten Viertel, wo es uns so ein bisschen nass reingegangen ist, haben wir das sehr gut gemacht. Vor allem ist es uns immer wieder gelungen die Konter von Weiden zu verhindern“, so Kautz. Unzufrieden ist er dagegen mit der 4:13-Niederlage gegen Nürnberg, die deutlich zu hoch ausgefallen sei. Vor allem, weil die Wasserratten im eigenen Angriff zu unkonzentriert spielten. „Wir haben eigentlich super gekontert, hatten vorne Überzahlsituationen und spielen dann den letzten Pass völlig blind zum Gegner. Fünf Sekunden später war der Ball dann im Tor. Leider bei uns“, sagt Kautz. Deutlich verbessert präsentierte sich die Mannschaft gegen die Universität München. Und spielte endlich ihre Konter zu Ende. Beim 11:1-Sieg gelangen reihenweise Treffer aus dem schnellen Gegenstoß. Ebenso wie gegen Ingolstadt. Der Oberliga-Tabellennachbar wurde beim 6:4 „eigentlich relativ klar beherrscht“, sagt Satzger. Taktisch zeigten sich die Brucker reif, konditionell deutlich überlegen. „Das Spiel gegen Ingolstadt war für uns das Highlight des Tages. Mit der Leistung können wir sehr zufrieden sein“, so Kautz. Dass die Niederlage für Ingolstadt nicht noch deutlicher ausfiel, lag deren Torwart und der Chancenverwertung der Kreisstädter, die zahlreiche erstklassige Möglichkeiten nicht nutzten.

„Insgesamt waren das gute Spiele von meiner Mannschaft. Wir haben das, was wir im Training üben, größtenteils umgesetzt“, bilanziert Kautz. Bester Torschütze für die Wasserratten war Center Clemens Satzger mit sieben Treffern. Ein Ausrufezeichen setzte Jugendspieler Markus Hillmeier, der zweimal traf. Das nächste Spiel bestreiten die Wasserratten am 07. April. Auswärts bei SV Weiden.

SVFW: Heichel, Satzger (7), Vogler, Gastgeb, Kautz (5), Leibold, Bews (5), Hillmeier (2), Chripunow (2), Knall (3), Sammer (2)
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