Außenseiter gegen Riesen-Center

veröffentlicht um 16.01.2012, 01:32 von Felix Mayer

Die Fürstenfeldbrucker Wasserballer spielen am Sonntag gegen den WV Darmstadt. Beginn des Zweitrundenspiels um den Süddeutschen Pokal ist um 14 Uhr im Anton-Fingerle Bad in München Giesing.
Bei den Wasserratten sehen sie sich, wie so oft im Süddeutschen Pokal, nur als Außenseiter. „In dem Wettbewerb spielen alle Zweitligisten mit, je weiter du kommst, desto stärker sind die Gegner“, sagt Wasserratten Trainer Thorsten Schulz. Zwar sei Darmstadt in der zweiten Bundesliga keine Topmannschaft, gegen den Oberligisten aus Fürstenfeldbruck „vom Potenzial her sicherlich höher einzuschätzen“, sagt Schulz. Trotzdem rechnen sich die Brucker eine Siegchance aus. „Wir haben in der Vergangenheit im Süddeutschen Pokal immer mal wieder höherklassige Teams geärgert“, sagt Center Clemens Satzger. Dafür müsste am Sonntag aber alles stimmen. Ähnlich wie die Brucker, ist auch das Team der Hessen etwas in die Jahre gekommen. Sieben Spieler sind älter als 35 Jahre. „Das ist eine ganz erfahrene und abgezockte Mannschaft. Die nutzen jeden Fehler gnadenlos aus“, sagt Wasserratten Spieler Wolfgang Sammer. Besonders aufpassen müssen die Brucker auf Olaf Randzio und Kapitän Raiko Meister. In der vergangenen Saison erzielte das Duo mehr als die Hälfte der Treffer. Insbesondere vor Center Randzio haben die Brucker Respekt. Der ist mit 48 Jahren zwar nicht mehr der Jüngste, schießt aber noch immer die meisten Tore, allein 15 in den ersten vier Partien der Zweitliga-Saison. „Randzio hat einen Körper, da brauchst du allein ein Viertel, wenn du einmal rumschwimmen willst“, sagt Schulz, der den Center noch aus vergangenen Tagen in Hannover kennt. Durch seine Masse könne er den Ball sehr gut abschirmen. Das mache es für Gegenspieler schwer. Wie gut die Siegchancen für die Brucker sind, liegt nicht zuletzt daran, mit welcher Besetzung der Gegner nach München kommt. „Wenn da der ein oder andere fehlt, könnte was gehen“, sagt Schulz. Zumal bei den Wasserratten nur Center Sven Kesberger fehlt. Im Tor steht Tom Heichel wieder zur Verfügung, ein wichtiger Baustein in Schulzes Plänen. „Tom hält im Schnitt 10 unhaltbare pro Spiel. Wenn er sich noch ein bisschen steigert, dann geht was“, sagt Schulz und lacht. Wenn die Angreifer ähnliches leisten, dann könnte es klappen mit der erneuten Wasserratten Überraschung.


SVFW: Heichel, Sammer, Vogler, Knall, Kautz, Satzger, Chipurnow, Mayer, Heusmann, Müller, Tomac, Dressler, Leibold

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