Generös im Abschluss

veröffentlicht um 11.02.2014, 00:36 von Felix Mayer
Die Fürstenfeldbrucker Wasserballer blicken auf ein nur teilweise erfolgreiches Wochenende zurück. Gegen Delfin Ingolstadt gewannen die Amperstädter am Samstag souverän mit 18:8 (5:1, 4:2, 4:2, 5:3), tags darauf verloren sie beim TV Memmingen mit 9:10 (2:4, 2:1, 1:3, 4:2).

Gegen Tabellenschlusslicht Ingolstadt übernahmen die Brucker von Beginn an die Initiative. „Wir haben bereits nach dem ersten Viertel deutlich geführt. Insgesamt hatte ich zu keinem Zeitpunkt das Gefühl, dass da irgendwas schiefgehen könnte“, sagt Trainer Thorsten Schulz. Zu dominant agierten die Brucker. Als kleiner Kritikpunkt blieb höchstens die Chancenverwertung. Gleich mehrfach scheiterten die Gastgeber aus guten Positionen an Ingolstadts Trainer Johannes Hägeler, der in Ermangelung eines Keepers zwischen den Pfosten stand. „Das war schon unfassbar, wie wir den immer wieder so angeschossen haben, dass er nicht mehr ausweichen konnte“, sagt Schulz. Wie es besser geht, zeigte Routinier Günther Knall, der acht Treffer beisteuerte. Dank des ungefährdeten Spielverlaufs konnten die beiden 15-jährigen Josef Sandor und Onno Borgel ihr Debüt in der Herrenmannschaft geben. „Man hat ihn eine gewisse Nervosität angemerkt, insgesamt haben sie das aber recht gut gelöst“, so Schulz.

Ein deutlich schwererer Gegner wartete am Sonntag. Memmingen hatte vor der Saison erstmals nach zehn Jahren wieder eine Mannschaft für die Oberliga gemeldet. Zuvor hatte ein Teil des Teams mit Ulm in der zweiten Liga gespielt. Diese Erfahrung machte sich anfangs bemerkbar. Insbesondere beim Umschalten von Abwehr auf Angriff reagierten die Allgäu-Schwaben deutlich schneller als die Brucker. Hätte Torwart Axel Steinbach nicht mehrere ausgezeichnete Paraden gezeigt, wäre der Rückstand nach dem ersten Viertel deutlicher als nur 2:4 gewesen. So kämpften sich die Brucker zurück ins Spiel, beschleunigten nun ihrerseits die Partie und hatten mit zunehmender Spieldauer konditionelle Vorteile. „Die Memminger sind immer platter geworden, konnten hintenraus unser Tempo nicht mehr halten. Umso schlimmer, dass wir nicht gewonnen haben“, ärgert sich Schulz. Für den Trainer lag das vor allem an zwei Aspekten: zum einen den vermeidbaren Gegentoren. „Wir haben insgesamt sehr gut und aufmerksam verteidigt. Aber dann waren da auch wieder Situationen dabei, wo wir völlige Aussetzer haben“, so Schulz. Zum anderen gingen die Wasserratten in der Offensive mit ihren Chancen erneut allzu generös um. „Memmingen hat allenfalls einen Mittelklasse-Torwart. Wir haben es mit unseren Schüssen aber geschafft, dass der Kollege richtig gut aussah“, sagt Schulz. Dazu kam das schwache Überzahlspiel, eigentlich ein regelmäßiger Trainingsinhalt. Von elf Überzahlsituationen konnten die Brucker gerade mal drei zu Toren nutzen. Zu wenig, um in Memmingen zu bestehen. „Die Niederlage ist ziemlich ärgerlich, wirft uns aber nicht völlig zurück“, bilanziert Schulz. Nun müsse das Team eben das nächste Spiel gewinnen. Am Freitag den 14. Februar. Das Lokalderby gegen die SG Stadtwerke München II. Am Valentinstag.


SVFW: Steinbach, Sammer (1/0), S. Isanovic (1/-), Knall (8/-), Kautz (2/1), Satzger, Gastgeb, Szerdahelyi (5/2), Bews, Tomac, Isanovic D., Sandor, Borgel, Hillmeier (1/0), Heusmann (-/1), Kesberger (-/5), Strecker
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