Lehrstunde für junges Ratten-Team

veröffentlicht um 26.01.2012, 11:49 von Felix Mayer

Die Wasserballer der Fürstenfeldbrucker Wasserratten haben den Einzug in die dritte Runde des Süddeutschen Pokals verpasst. Am Sonntag verloren die Brucker gegen den WV Darmstadt mit 13:22 (4:2, 2:3, 6:9, 1:8). „Wir haben in den entscheidenden Situationen nicht clever genug gespielt, das haben die ausgenutzt“, sagt Trainer Thorsten Schulz. Dabei waren die Wasserratten zu Beginn durchaus gleichwertig mit dem Zweitligisten, führten nach dem ersten Viertel mit 4:2, zur Pause mit 6:5. Vor allem Center Günther Knall konnte sich immer wieder vor dem Tor der Gäste behaupten. „Das hätten wir noch stärker ausnutzen müssen“, sagt Schulz. Leider hätten eigene Spieler zu oft die Passwege für ihren Center verstellt. „Wir haben eine junge Mannschaft. Da passiert es schonmal, dass das Stellungsspiel nicht ideal ist“, sagt Centerverteidiger Wolfgang Sammer. Trotzdem erspielten sich die Brucker zahlreiche Torchancen, die sie aber leichtfertig vergaben. „Wir hätten zur Pause eigentlich noch höher führen müssen“, sagt Schulz. Zumal Darmstadts in die Jahre gekommener Center Olaf Randzio im Spielverlauf mehrfach gänzlich auf Abwehrarbeit verzichtete, stattdessen vor dem Tor von Wasserratten Schlussmann Tom Heichel in Beobachterposition verharrte. Die Folge: Überzahl im Angriff für die Wasserratten. Die sie allerdings nicht nutzen konnten. „Das musst du normalerweise ganz ruhig und geduldig ausspielen“, sagt Sammer. Doch die verjüngte Wasserratten-Mannschaft reagierte überrascht auf die ungewohnte Situation, vergab viele Angriffe, ohne ein Tor zu erzielen. „Wir haben uns dann sehr bald dazu entschieden, einen Verteidiger bei Randzio liegen zu lassen“, sagt Schulz.

Nach der Pause steigerten sich die Gäste, spielten konzentrierter. Und drehten das Spiel schon im dritten Viertel, das sie mit einer 14:12-Führung beendeten. „Darmstadt hat das Spiel nach der Pause schneller gemacht, vor allem bei der Spielumkehr“, sagt Schulz. Das bereitete seiner Mannschaft sichtlich Probleme. Mehrfach schwammen Darmstädter Spieler alleine auf Wasserratten Schlussmann Tom Heichel zu. Und nutzen ihre Chancen eiskalt. „Da hat man einfach den Unterschied zwischen Oberliga und 2. Bundesliga gesehen“, sagt Schulz. Der wurde im letzten Viertel vollends deutlich, als die Gastgeber von Darmstadt mit 1:8 versenkt wurden. „Im letzten Viertel hat vorne die Struktur gefehlt, wir standen uns selbst im Weg, während Darmstadt einfach nur abwarten und kontern konnte“, sagt Schulz, der jetzt auf „einen Lerneffekt“ bei seiner jungen Mannschaft hofft. Viel Zeit bleibt dafür nicht. Das nächste Spiel bestreiten die Wasserratten schon in zwei Wochen. Dann treffen sie in Giesing auf die Bundesliga-Reserven von Würzburg und Weiden.


SVFW: Heichel, Sammer, Vogler (1), Knall (6), Kautz (2), Satzger (2), Mayer, Chripunow (1), Tomac, Müller (1), Gastgeb, Dressler, Leibold

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