Liegestützen für den Sieger

veröffentlicht um 06.06.2012, 12:08 von Felix Mayer

Die Wasserballer der Fürstenfeldbrucker Wasserratten haben am Wochenende zwei herbe Niederlagen hinnehmen müssen. Gegen den SV Weiden II verloren die Brucker mit 3:19 (1:6, 0:5, 2:5, 0:3), gegen Würzburg gabs am Sonntag ein 7:14 (3:6, 2:4, 1:0, 1:4). „Im Grunde genommen hatten wir das nicht groß anders erwartet“, sagt Mannschaftskapitän Clemens Satzger. Zu viele wichtige Spieler hätten den Bruckern gefehlt, bei beiden Spielen konnten sie nur zu acht antreten.

Das machte sich bemerkbar. „Weiden hat über das komplette Spiel das Tempo sehr hoch gehalten“, sagt Satzger. Von Anfang an konterte die Nachwuchsmannschaft des Wasserball-Bundesligisten die Brucker aus. Sehr zum Leidwesen von Tormann Tom Heichel, der immer wieder gleich mehrere freie Spieler der Gastgeber vor sich begrüßen durfte – die ihre Chancen zu Beginn der Partie konsequent nutzten. So lagen die Brucker nach dem ersten Viertel mit 1:6 zurück, zur Pause stand es 1:11. „Zur Halbzeit waren wir schon so weit hinten, da haben wir gesagt, wir versuchen wenigstens unter zwanzig Gegentoren zu bleiben“, sagt Spielertrainer Fabian Kautz. Dass das gelang, lag nicht zuletzt an Heichel, der im zweiten Spielabschnitt eine Reihe erstklassiger Paraden zeigte – und zehn Sekunden vor Spielende einen Fünfmeter parierte. Die Folge: Jubelnde Brucker – und junge Weidener, die trotz des deutlichen Sieges am Beckenrand Liegestützen machen mussten. „Der Unterschied zwischen uns und Weiden waren ziemlich genau vier Trainingseinheiten – pro Woche“, sagt Kautz.


Heichel mit Powersaves – Sonderlob für Hillmeier

Ausgeglichener war das Spiel am Sonntag, obwohl mit dem SV Würzburg II erneut der Nachwuchs eines Bundesligisten wartete. Beim 7:14 präsentierten sich die Brucker in guter Verfassung. „Wir haben für unsere Möglichkeiten an diesem Wochenende ein recht ordentliches Spiel gemacht“, sagt Satzger. In Würzburg bedeutete das: Das Spiel entschleunigen und vor dem Tor den Körper geschickt einsetzen. Das funktionierte gut, nach drei Vierteln waren die Wasserratten mit 6:10 noch aussichtsreich im Spiel. Freilich auch, weil Heichel seine Leistung vom Samstag nochmals übertraf, teilweise nahezu skurrile Paraden zeigte. Was Kautz aus dem Wasser mehrfach mit dem lauten Schrei „schon wieder Powersave!“ begleitete. Dass die Mannschaft am Ende dennoch verlor, lag zum einen sicherlich an den größeren Kraftreserven der Franken, die im letzten Viertel das Tempo nochmals anzogen. „Der Sieg für Würzburg geht sicherlich in Ordnung. Wir haben mit dem Ergebnis so ziemlich das maximale rausgeholt“, sagt Satzger. Ein Sonderlob von Kautz erhielt Jugendspieler Markus Hillmeier. „Er hat in beiden Spielen einiges gezeigt, das war richtig stark“, so Kautz.

Auch Kapitän Satzger konnte dem Wochenende noch Positives abgewinnen: „Die beiden Spiele waren eine super Konditionseinheit. Die Sommerrunde kann kommen.“ Die beginnt für die Brucker am 16. Juni mit einem echten Heimspiel. „Wir spielen das erste Mal seit Jahren wieder in der AmperOase“, sagt Kautz. Die zweite gute Nachricht: Gegner Ingolstadt hat kein Erstligateam. Tom Heichel wird’s freuen.


SVFW: Heichel, Chripunow, Vogler, Mayer, Gastgeb, Hillmeier, Satzger (2/3), Kautz (1/4)

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