Punkte von der Autobahn

veröffentlicht um 03.02.2012, 03:33 von Felix Mayer

Ein Spiel, ein Sieg und eine Niederlage. 2:2 Punkte. So lautet die Bilanz der Wasserratten Wasserballer nach dem Wochenende. Am Sonntag verlor die Mannschaft von Trainer Thorsten Schulz mit 16:23 (3:5, 2:6, 5:4, 6:8) gegen den SV Weiden II. Tags zuvor hatten die Fürstenfeldbrucker gegen den SV Würzburg II gewonnen – kampflos. Denn nachdem die Brucker sich seit mehr als einer Stunde im Becken aufgewärmt hatten, erreichte Schiedsrichter Armin Hauck ein Anruf des Würzburger Trainers. Seine Mannschaft stecke bei Ingolstadt im Stau. Auch das Oberligaspiel zwischen München und Würzburg, das zwei Stunden später ausgetragen werden sollte, fand nicht statt. Nachdem die Franken 30 Minuten vor Spielbeginn noch immer bei Ingolstadt standen, informierten sie Hauck, dass sie sich wieder auf den Heimweg machten. Beide Spiele werden nun wohl als Niederlagen für Würzburg gewertet. „Das ist natürlich blöd, auf diese Art und Weise Punkte zu sammeln“, sagte Schulz nach dem Spiel. Denn eigentlich ginge es allen ja darum, Wasserball zu spielen. „Deswegen nehmen wir an der Liga teil.“
Gelegenheit zum Wasserballspielen bot sich den Bruckern somit erst am Sonntag, als mit Weiden der amtierende Oberliga-Meister zu Gast war. Und ihre Titelambitionen erneut untermauerte. Deswegen konnte Schulz mit der 16:23-Niederlage gut leben. „Wir haben gegen einen exzellenten Gegner sehr gut mitgehalten“, sagt Schulz. Zumal es sich bei den Weidenern um die Nachwuchsmannschaft des aktuellen Bundesliga-Fünften handelt. „Die sind alle hervorragend ausgebildet“, sagt Schulz, der sich insbesondere vom Tempo der jungen Mannschaft und der Konzentration im Torabschluss beeindruckt zeigte. Außerdem hatten die Weidener noch eine hochkarätige Verstärkung dabei: Alex Schäfer, bis letztes Jahr Center der Bundesligamannschaft, erzielte fünf Tore. Trotzdem hielten die Brucker gut mit, konnte viele Akzente setzten und immer wieder gefährlich vor das Tor der Gäste kommen. Besonders Center Sven Kesberger bereitete den Weidenern immer wieder Probleme, erzielte fünf Tore. Doch so gut das Offensivspiel der Brucker funktioniert, so nachlässige zeigten sie sich bei der Abwehrarbeit. „Wir haben einige wirklich dumme Gegentore bekommen“, sagt Schulz. Tatsächlich kassierten die Brucker mindestens zwei Tore umittelbar nach Weidener Anstoß, weil die Zuordnung der Wasserratten nicht stimmte. „Das gibt es eigentlich nicht. Dass die Anstoß haben und gleich darauf steht einer frei vorm Tor“, sagt Schulz. Dass es seiner Mannschaft trotzdem passierte liegt auch daran, dass den Jugendspielern der Brucker „teilweise noch die Cleverness fehlt“, sagt Schulz und fordert, dass die erfahrenen Spieler die Nachwuchskräfte „manchmal noch stärker führen müssen“. Denn insgesamt hätten die Jugendlichen „wieder ein richtig gutes Spiel gemacht“, sagt Schulz. Die nächsten Spiele bestreiten die Brucker bereits am nächsten Wochenende. Dann fahren sie nach Würzburg und Weiden. „Wir werden versuchen pünktlich in Würzburg zu sein, damit das Spiel auch stattfindet“, sagt Schulz.

SVFW: Heichel, Kesberger (5), Vogler, Knall (2), Kautz (5), Chripunow, Knöllinger, Heusmann (2), Müller (2), Tomac, Leibold, Gastgeb (1), Dressler

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