Süddeutscher Pokal

veröffentlicht um 13.11.2011, 11:23 von Felix Mayer

Die Wasserballer der Fürstenfeldbrucker Wasserraten sind in die zweite Runde des südwestdeutschen Pokals eingezogen. Am Samstag gewannen die Brucker in Sindelfingen souverän mit 13:9 (2:3, 6:2, 3:2, 2:2). „Wir haben genau das umgesetzt, was wir uns vorgenommen hatten“, sagte Trainer Thorsten Schulz nach dem Spiel zufrieden.

Noch vor dem Spiel hatten die Wasserratten insbesondere Respekt vor dem langen Becken in Sindelfingen. In der überdachten 50 Meter Halle wurde das offizielle Wasserballspielfeld von 30 mal 20 Metern eingehängt. „Das ist dann schon ganz schön weit, bis zum anderen Tor“, sagt Schulz. Center Clemens Satzger drückt es so aus: „Wenn das Tor noch ein paar Meter weiter hinten gestanden hätte, wäre es vermutlich hinter der Erdkrümmung verschwunden.“ Um in diesem Becken zu bestehen, forderte Schulz von seiner Mannschaft vor allem eines: Schwimmen. Das war noch vor zwei Spielzeiten nicht unbedingt die Stärke der erfahrenen Wasserratten Truppe. Doch die mittlerweile stark verjüngte Startformation, mit Daniel Müller und Philipp Tomac spielten zwei Jugendspieler von Beginn an, zeigte am Samstag, hatte mit Schulz Vorgabe keine Probleme, hielt von Anfang an gut mit. Und hatte nach einem 2:3 Rückstand nach dem ersten Viertel im zweiten Spielabschnitt ihre beste Phase. „Da haben wir unheimlich clever gespielt, alle Chancen zu Toren gemacht“, sagte Schulz. So zogen die Gäste bis zur Halbzeit auf 8:5 davon.

Nach der Halbzeit kam dann die Phase von Satzger. Mit brachialer Gewalt erzielte der überragende Satzger vier seiner insgesamt fünf Treffer aus der Distanz. Auch, weil der Torwart der Gastgeber es den Bruckern sehr leicht machte. „Bis der reagiert hat, war der Ball meistens schon im Tor“, sagt Schulz und lacht. Schnell hatten sich die Brucker einen vier Tore Vorsprung herausgespielt, den sie dann bis zum Schluss verwalteten, clever, wie die alten, erfahrenen Spieler. Sehr zur Freude von Trainer Schulz. In der nächsten Pokalrunde warte auf die Brucker freilich ein anderes Kaliber. Der WV Darmstadt spielt in der Zweiten Bundesliga. „Darmstadt ist letztes Jahr im unteren Drittel gelandet, allerdings mit Anschluss an die vorderen Plätze. Das sollte eine ziemlich schwere Aufgabe werden“, sagt Schulz. Auch das schwere Los hat für die Wasserratten einen positiven Aspekt: Weil sie in einer niedrigeren Spielklasse spielen, haben sie ein Heimspiel. Im gewohnten 25 Meter Becken.

SVFW: Heichel, Tomac (1), Vogler, Satzger (5), Kautz (2), Leibold, Gastgeb, Heusmann (2), Schulz (1), Müller (1), Mayer (1), Knöllinger

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