Tabellenführer

veröffentlicht um 17.01.2014, 07:02 von Felix Mayer

Die Fürstenfeldbrucker Wasserballer haben ihre Auftaktpartie in der Oberliga gewonnen. In Augsburg setzten sie sich mit 13:11 (0:2; 2:2; 8:6;3:1) durch. Damit führen die Wasserratten zum Saisonstart die Tabelle an.

„Das war eine schwere Geburt“, sagte Trainer Thorsten Schulz nach der Partie und atmete erstmal tief aus. Tatsächlich waren die Schwaben, die erstmals seit fünf Jahren wieder eine Mannschaft für die Liga meldeten, ein ebenbürtiger Gegner. „Augsburg hat eine ziemlich erfahrene Truppe. Die spielen unheimlich clever“, sagt Schulz. Eine Spielweise, mit der die verjüngte Wasserratten-Mannschaft zunächst nicht zurechtkam. Nach dem ersten Viertel lagen die Gäste mit 0:2 in Rückstand. Dabei hatten die Brucker eigentlich die deutlich klareren Chancen, die aber ungenutzt blieben. Auch im zweiten Viertel fanden die Kreisstädter nicht ins Spiel. „Wir hatten insgesamt zu wenig Spannung im Spiel, haben uns von der Spielweise der Augsburger einlullen lassen“, sagt Center Clemens Satzger. So gingen sie mit einem 2:4 Rückstand in die Halbzeitpause, in der Schulz deutliche Worte fand. Mit Erfolg. Seine Mannschaft begann nun, konzentrierter und aggressiver zu spielen, die schwimmerischen Vorteile zu nutzen. Mit 8:6 gewannen die Wasserratten das dritte Viertel. „Eigentlich hätten wir zu diesem Zeitpunkt schon deutlich in Führung liegen müssen“, sagt Schulz. Doch in der Defensive bestraften die Augsburger die Fehler der Brucker gnadenlos. „Die haben ihre ganze Erfahrung ausgespielt und den ein oder anderen von uns damit immer wieder überrascht“, sagt Satzger. Erst im letzten Spielabschnitt konnten die Wasserratten die Partie endgültig drehen. Auch, weil Center Sven Kesberger mehr und mehr aufdrehte. In den ersten beiden Vierteln hatten die Schiedsrichter zahlreiche und für Schulz „teilweise kaum verständliche“ Stürmerfouls gegen Kesberger gepfiffen. Gegen Ende des Spiels war der Center dann der entscheidende Mann, auch weil seine Mitspieler ihn nun besser ins Spiel brachten. Kesberger erzielte insgesamt fünf der dreizehn Wasserratten-Treffer. „Dass wir so ein Spiel gewinnen, ist auch Ausdruck eines Prozesses. Wir haben uns nach schlechtem wirklich reingekämpft in diese Partie und die Konzentration deutlich steigern können. Das zeigt, dass wir auf einem guten Weg sind mit unserem Team“, sagt Schulz. Noch vor einem Jahr hätte die Mannschaft so ein Spiel möglicherweise verloren, so Schulz.

Die nächste Partie wartet auf die Brucker bereits am Samstag (Anton Fingerle Schwimmhalle, Giesing, 16 Uhr). Dann empfangen sie in der zweiten Runde des Süddeutschen Pokals den WSV Ludwigshafen. Die Baden-Württemberger belegen in der zweiten Liga derzeit Rang zwei. „Ludwigshafen ist als ambitionierter Zweitligist sicherlich eine ganz andere Gewichtsklasse als Augsburg. Ich sehe uns in dem Spiel eher als Außenseiter“, sagt Schulz. Trotzdem wollen die Brucker alles versuchen. Denn in der Vergangenheit haben sie sich nicht nur einmal als Überraschungsteam im Pokal erwiesen.

Die nächsten Oberligaspiele folgen dann am ersten Februarwochenende. In München gegen Ingolstadt und in Memmingen.

SVFW: Steinbach, Sammer, Satzger (3), Szerdahelyi (1), Knöllinger, Gastgeb, Hillmeier, Kesberger (5), Kautz (3), Müller, Tomac, Chripunow (1)

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