Von alten Hasen, jungen Stieren und zarten Kücken

veröffentlicht um 20.12.2010, 02:20 von Felix Mayer   [ aktualisiert 20.12.2010, 02:21 von Maximilian Müller ]

Zum Auftakt der Wasserball Oberliga bestreiten die Wasserratten Fürstenfeldbruck gleich ein Derby. Am Freitagabend treffen die Brucker in München Giesing um 20 Uhr auf die SG Stadtwerke München II. Obwohl die Amperstädter im letzten Jahr alle vier Duelle gegen die Münchner gewinnen konnten, rechnet Kapitän Thorsten Schulz „mit einem knappen Spiel.“

Eine Prognose, die nicht unbegründet ist, denn die Derbys waren in den vergangenen Jahren stets umkämpfte und knappe Spiele. „Die beiden Mannschaften sind sich vom Leistungsstand her ziemlich ähnlich“, sagt Schulz und weist daraufhin, „dass damit die Gemeinsamkeiten aber schon so ziemlich aufhören.“ Tatsächlich trennen beide Mannschaften wenn nicht Welten, so doch zumindest eine Generation. „Die Münchner vollziehen in ihrer zweiten Mannschaft mehr und mehr den Schnitt. Da spielen immer mehr junge und immer weniger alte Spieler“, sagt Schulz. Bei den Bruckern hingegen steht dieser Umbruch noch bevor, wenn sie nicht als älteste aktive und mithin erfolgreiche Wasserballmannschaft in die Geschichte des bayerischen Wasserballs eingehen wollen.

Ein erster Schritt des Umbruchs soll in diesem Jahr vollzogen werden. Mit Mark Gastgeb, Philipp Dressler und Markus Hillmeier werden schon am Freitag drei Jugendspieler zum Einsatz kommen. „Wir wollen mit den Jugendspielern eine Mischung aus ins kalte Wasser werfen und behutsam aufbauen versuchen“, sagt Schulz. Deswegen sollen die Junioren möglichst viel Spielzeit bekommen, aber stets von der reichlichen Erfahrung ihrer Älteren Mannschaftskollegen profitieren. Ergänzt werden diese beiden Abteilungen von einer dritten Fraktion. Jene Spieler mittlerweile im besten Alter sind, wie die beiden 27jährigen Clemens Satzger und Fabian Kautz. „Unsere jungen Stiere sollen die Tore schießen, während wir alten Hasen ein Auge auf die zarten Kücken haben“, lacht Schulz. Eines steht schon vor Beginn der Saison fest. Sie wird auf jedem Fall interessant.

SVFW: Heichel, Sammer, Vogler, Bär, Kautz, Satzger, Dressler, Gastgeb, Hillmeier, Knöllinger, Mayer, Kesberger, Meier

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