Wasserratten feiern ersten Saisonsieg

veröffentlicht um 15.02.2011, 01:35 von Felix Mayer   [ aktualisiert 15.02.2011, 01:37 von Maximilian Müller ]

Die Fürstenfeldbrucker Wasserballer konnten am Wochenende ihren ersten Sieg in dieser Saison feiern. Gegen Ingolstadt setzten sie sich am Sonntag verdient mit 20:8 (6:0; 6:2; 5:3; 3:4) durch. Einen Tag vorher hatten die Brucker beim 7:19 (1:3; 2:5; 2:5; 2:6) erwartungsgemäß gegen Tabellenführer Salzburg verloren.

Trotz der hohen Niederlage gegen die Österreicher war Mannschaftskapitän Thorsten Schulz nach dem Spiel nicht unzufrieden. „Wir haben eigentlich nicht schlecht gespielt, Salzburg war halt einfach besser“, sagt Schulz. Dabei zeigten sich die Brucker insbesondere bei Kontern anfällig. Zu schwerfällig agierten sie in der Umschaltbewegung von Angriff auf Abwehr. Wie es besser geht, zeigten die Salzburger. Deren Spieler David Csente erzielte acht Tore – fast alle durch Kontersituationen. „Ein Kontertor ist zur Hälfte auch immer eine Kopfsache. Wenn du rechtzeitig reagierst, dann passiert das gar nicht“, sagt Schulz.

Dass er trotz der Niederlage guter Laune war, hing auch mit der Klasse des Gegners zusammen. Vor der Saison verstärkten sich die Salzburger mit den beiden Ungarn David Csente und Mark Jaksa. Beide hatten davor in der ersten ungarischen Liga gespielt, einer der besten Ligen der Welt. Angeführt von den beiden Ungarn gewannen die Österreicher alle sechs Oberliga-Spiele in diesem Jahr, die meisten deutlich. Auch die Fürstenfeldbrucker hatten gegen den hohen Favoriten keine reelle Siegchance.

Dafür bot sich schon am nächsten Tag die Möglichkeit, die Niederlage vergessen zu machen. Gegen Ingolstadt gingen die Brucker als Favorit ins Spiel und untermauerten diesen Anspruch schon im ersten Viertel eindrucksvoll. 6:0 führten die Gäste nach acht gespielten Minuten. Bis zur Halbzeit hatten sie den Vorsprung auf zehn Tore ausgebaut. Vor allem die Brucker Center Sven Kesberger und Hans Heusmann konnten von den Ingolstädtern zu keiner Phase des Spiels kontrolliert werden. Dabei waren die Brucker Center nicht das einzige Problem der Ingolstädter, denn im Rückraum der Fürstenfeldbrucker zeigte der wurfgewaltige Clemens Satzger eine entfesselte Leistung und erzielte sieben Tore. Ein Sonderlob von Schulz erhielt Jugendspieler Philipp Dressler: „Vor allem in der Defensive hat mir Philipp sehr gut gefallen. Er ist giftig am Mann und zeigt die nötige Aggressivität im Zweikampf.“ Sein Debüt feierte am Wochenende Philipp Tomac. Der 19-Jährige wechselte von den Wasserratten Schwimmern zu den Wasserballern. „Philipp wird bald eine große Verstärkung sein, vor allem durch seine Geschwindigkeit“, sagt Schulz.

Das nächste Spiel bestreiten die Brucker im März, erneut gegen Ingolstadt. Dann sollen die Jugendspieler weitere Einsatzzeiten bekommen. Bis dahin wollen die Brucker das Umschalten von Abwehr auf Angriff weiter verbessern. Schließlich bringen Kontertore nur dann Spaß, wenn man sie selbst erzielt.


SVFW: Heichel, Mayer, Sammer, Schulz (2/-), Kesberger (3/6), Dressler, Leibold, Gastgeb, Schelhas, Satzger (1/7), Vogler, Heusmann (-/5), Kautz (1/2), Knöllinger, Steinbach, Tomac
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